Ernährung und Stoffwechsel- „Jeder isst anders!“

Ernährung und Stoffwechsel- „Jeder isst anders!“

Es gibt kaum ein Thema zu dem es so unterschiedliche Meinungen gibt, wie zum Thema Ernährung. Experten sind sich darüber einig „Richtige Ernährung ist für die Gesundheit sehr wichtig!“ Welche Kost die Richtige ist, dazu gibt es jedoch keine eindeutige Aussage.

Auf der Suche nach der geeigneten Ernährungsform wurde eine wichtige Tatsache bisher übersehen: Der Nahrungsbedarf ist von Mensch zu Mensch individuell. Jeder Mensch ist einzigartig und benötigt für seine Gesundheit und Vitalität, die Nahrungsmittel die optimal zu seinem Stoffwechsel, Hormonsystem und seiner Genetik passen. Ebenso wie das Auto nur mit einem bestimmten Treibstoff fährt, so ist es für die Körperzelle wichtig die richtigen Nahrungsmittel zu erhalten. Ob ein Apfel gesund ist oder nicht, entscheidet also nicht der Apfel sondern der Stoffwechsel.

Fazit: Gesunde Ernährung ist individuell!

Der Stoffwechsel ist die treibende Kraft des Körpers. Er sorgt für die Umwandlung und den Transport aller Nahrungsbestandteile, die unsere Körperzellen zum Leben und zur Energiegewinnung benötigen. Der Stoffwechsel entgiftet den Körper und sorgt für die Baustoffe, die unsere Organe entwickeln und reparieren.

Chronische Erkrankungen und Gewichtszunahme entstehen durch eine dauerhafte „Entgleisung“ des Stoffwechsels.

Die Genetik (die Blutgruppe ist eine davon) gewinnt in der wissenschaftlichen Medizin immer mehr an Bedeutung. Der Biologe Prof. Loren Cordain(Universität Colorado/USA) hat festgestellt, dass die Stoffwechselprozesse und Körperfunktionen heute noch immer so ablaufen wie zu Zeiten der Jäger und Sammler. Die letzte Stoffwechselanpassung fand vor etwa 15000 Jahren statt. Die Evolution entwickelt sich eben nur langsam. Der Stoffwechsel hat sich bis heute nicht an die moderne, schnelle Lebensweise angepasst. Insbesondere Fast Food, Fertigprodukte und Zusatzstoffe dominieren in der heutigen Ernährung. Diese überbetont Kohlenhydratreiche Ernährung führt bei gleichzeitiger Bewegungsarmut zu Übergewicht, Arteriosklerose, Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf- Erkrankungen und degenerativen, körperlichen Verfallserscheinungen.

Die durch die Blutgruppe (Genetik) festgestellte Enzymtätigkeit im Stoffwechsel bedingt auch, dass nicht jedes Lebensmittel zu jeder Blutgruppe passt. Die Aufspaltung der mit der Nahrung aufgenommenen Eiweiße beispielsweise wird durch die Magensäure und die alkalische Phosphatase im Dünndarm geregelt. Menschen mit der Blutgruppe „0 „oder „B“ verfügen über eine starke Magensaftbildung und einen hohen Anteil alkalischer Phosphatase im Dünndarm. Daher können sie rotes Fleisch und Wild gut verarbeiten. Menschen mit der Blutgruppe „A“ sind die „angepassten Vegetarier“. Weißes Fleisch und Fisch sind für ihren Stoffwechsel besser geeignet. Brot gehört übrigens erst seit etwa 5.000 Jahren in die Nahrungskette. Milch und bestimmte Getreidesorten können ebenfalls bei bestimmter Enzymatik, zu einem gestörten Stoffwechsel führen.

Das Hormonsystem steht in sehr engem Kontakt mit dem Stoffwechsel. Beide beeinflussen sich gegenseitig. Die Schilddrüse gilt als Motor des Stoffwechselgeschehens. Bei einem TSH -Wert von über 2,0 ist bereits von einer Fehlregulierung auszugehen, die Ursachen hierfür finden wir entweder im Hormonsystem (meistens Progesteronmangel) oder im Stau der intrahepatischen Gallenwege. Bei einem Progesteronmangel versucht der Körper dieses Ungleichgewicht mit einer Erhöhung des Cortisols auszugleichen, die Folge ist eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels und Insulins. Ergebnis: vermehrter Fetteinbau im Bauchbereich.

Im Labor können derartige Störungen frühzeitig erkannt werden.

Je nachdem, welche individuellen Stoffwechselentgleisungen vorliegen, bietet die Naturheilkunde getreu dem Motto: „Gegen alles ist ein Kraut gewachsen“ ein breites Spektrum von Heilpflanzenzubereitungen, um den Stoffwechsel wieder in Balance zu bringen.

Fazit: Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte und seinen individuellen Stoffwechsel. Dieses zu berücksichtigen bedeutet einen wichtigen Baustein in einem Gewichtsregulationsprogramm oder in der Therapie chronischer Erkrankungen. Nur eine individuelle Ernährung ist eine gesunde Ernährung, denn „jeder isst anders!“

Wie sich ein individuelles Ernährungskonzept auf Grundlage der neusten Forschungen zu Ernährung, Stoffwechsel und Genetik gestalten kann und wie es entwickelt wird, erfahrt ihr am Grünen Abend am 07.07.17.

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