Die Organuhr- im Rhythmus leben

„Alles zu seiner Zeit“- das gilt auch für unseren Körper, dessen Funktionen einer inneren Uhr folgen. Jedes Organsystem  hat feste Zeiten, zu denen es besonders aktiv bzw. in Ruhe ist. Jedes Organ  eine Verbindung zu anderen, eine eigene Sprache  und eine Heilpflanze als Freund.

Wie unser Körper „tickt“ , darum ging es am Grünen Abend bereits. Wir haben Euch einen Einblick gegeben, wie wir unsere Gesundheit mit diesem uralten Wissen fördern können und wie wir wieder in einen Rhythmus und inneren Einklang kommen.

Für alle nun zum Nachlesen dieses spannenden Themas hier mehr:

Der Mensch ist Teil des Universums

Die Natur zeigt es uns jeden Tag und das gesamte Jahr, alles hat seine Zeit, alles seinen natürlichen Rhythmus. Tag und Nacht wechseln sich ab, die Jahreszeiten, der Mond, Ebbe und Flut. Überall und immer ein Werden und Vergehen. Das Ende ist in der Natur immer der Übergang zum Neuem. Polaritäten wie Auf und Ab, Einatmen und Ausatmen drücken die Lebendigkeit in allem aus. Wir sind Teil des großen Ganzen, eingebunden in unser Sonnensystem. Auch wir haben Zyklen, zum Beispiel erneuert sich unsere Haut exakt alle 28 Tage und genauso lang ist auch der Mondrhythmus und der weibliche Zyklus. physiologische und organische Abläufe in uns unterliegen alle einer höheren Ordnung. Wir wollen uns einmal mit der Organuhr beschäftigen, deren Ursprung in der Traditionell Chinesischen Medizin liegt . Die TCM ist eine Jahrtausend alte Heilkunde, die den Menschen in enger Verbindung mit kosmischen Prinzipien und den Gesetzmäßigkeiten der Erde sieht. Aber auch die anthroposophische Medizin beruht auf diese Sichtweise und Hildegard von Bingen beschreibt diese Zusammenhänge von Mensch und Kosmos in ihren Werken und Bildern. Wenn wir uns mit den größeren Zusammenhängen und auch den seelischen Aspekten der Organe beschäftigen, wird uns klar, dass dieses Wissen in uns tief verwurzelt ist. Sehen wir uns den Volksmund an, dann erkennen wir wie fest das Uralte Wissen in unserer Sprache verankert ist. „Es geht mir an die Nieren. Es schlägt mir auf den Magen. Ich habe Gift und Galle gespuckt. Mein Herz bricht. Nur mit dem Herzen sieht man gut. Der hat einen Spleen (eng. Milz)“, um nur einige Aussagen zu nennen, die Organe und deren seelische Aspekte vereinen. Zurück zum Rhythmus, zu einer höheren Ordnung, zum alles Leben bestimmenden. Unsere „Master- Uhr“ , die Sonne. Alles Leben hier auf der Erde richtet sich nach ihr und sie ist auch Taktgeber für unsere Organe. Früher waren all die natürlichen Rhythmen und so auch Jahreszeiten und das Tageslicht leitende Richtlinien und bestimmten das Leben viel mehr als heute. Wir haben elektrisches Licht, Nahrungsmittel zu jeder Jahreszeit, manche Schichtdienst und Reisen durch verschiedene Zeitzonen sind auch nicht ungewöhnlich. Doch all das kann uns aus dem Gleichgewicht bringen, wir sind nicht mehr im Biologischen Einklang mit uns und der Natur. Die Organuhr kann uns helfen wieder einen Überblick und eine Orientierung zu bekommen, wie unser Körper eigentlich tickt. Sie beschreibt auf Grundlage der Energielehre aus der TCM (traditionell chinesischen Medizin), einen Energiekreislauf der innerhalb von 24h unsere Organe durchströmt. Es gibt 12 Hauptmeridiane , das sind Energieleitbahnen die Lebensenergie, Qi genannt leiten. Jedes Organ wird dabei 2h maximal mit Energie versorgt, jeder der 12 Hauptmeridiane wird einem Organsystem zugeordnet. Gegenüber der hoch Zeit jedes Organs steht ein Zeitraum der minimalen Aktivität. Beginnt für uns der Tag wenn wir aufstehen, also für den einen um 5 Uhr früh, für den anderen um 12 Uhr Mittags, beginnt die Organuhr mit der Lungenzeit zw. 3-5 Uhr. Hier schaltet sich unser Nervensystem um. Das Sympathische Nervensystem, welches tagsüber verstärkt wirkt und für Dynamik sorgt, löst das Parasympathische, eher in der Nacht wirkende Nervensystem ab, welches für Entspannung sorgt. Die Lunge ist mit dem ersten Atemzug die Verbindung zum Leben und mit dem letzten Atemzug endet es. Bei Alten oder schwer kranken Menschen kommt es in dieser Zeit besonders zu Beschwerden. Ich stelle nun die Idee der Organzusammenhänge vor. Ich beschreibe die seelischen Aspekte der Organe zusammenfassend und auf Grundlage der TCM, sowie aus Sicht der anthroposophischen Medizin.

Die Lunge, das Organ für Distanz, Mut und Loslassen. Für Kreativität und Wandlung. Stärkste Aktivität zw. 3-5 Uhr

Durch das Atmen stellen wir einen direkten Kontakt zu unserer Umwelt her. Die Lunge und der Dickdarm stehen in enger Verbindung , auch in der westlichen Medizin ist der Zusammenhang Husten und Durchfall bekannt. Ein Reiz Darm wird auch Asthma des Darms genannt. Genauso wie der Dickdarm ist die Lunge ein aufnehmendes und ausscheidendes Organ. Beides hat etwas mit dem Fluss des Lebens zu tun, bzw. mit loslassen und Annehmen des Lebens. Wir halten bei Schreck oder Angst den Atem an, das macht auch der Asthmatiker. Verstopfung ist ähnlich zu betrachten. Bei Durchfall ist keine Zeit zu verdauen, bzw. können wir auch seelisch vielleicht etwas nicht richtig verdauen. Kummer, Trauer, Depression oder Melancholie sind Emotionen der Lunge. Abschiede ihr Thema. Abschiede bringen Wandel und Veränderungen mit sich. Die Lunge ist ein Erdenorgan, das Ja zur Erde, zum Leben, wie gesagt beginnt und endet jedes Leben mit dem Atem. Sich Nähren, das Essen hat unmittelbar damit zu tun, die Lunge regelt auch das Hungergefühl, siehe die Appetitlosigkeit bei Lungenkranken. Gut für die Lunge sind Kiesel und Salz, die wir im Gebirge und an der See finden. Darum werden Kinder auch an der See oder im Gebirge in kürzester Zeit wieder gesund. Die Lunge steuert aber auch den Geruchssinn, nicht selten bleibt nach einem Infekt der oberen Luftwege auch der Geruchssinn aus. Außerdem stehen Lunge und Haut, sowie Lunge in enger Verbindung. So kann eine unterdrückte Neurodermitis auch zu Asthma führen. Das Nervensystem und die Stresshormone der Nebenniere regulieren unsere Reaktionen auf Stress und auch unsere Atmung. Ängste, Traumata, Verletzungen der Seele stören diese Funktionen. In der Verbindung der Lungen zu den Nebennieren, finden wir das Thema Sicherheit und Stabilität, dem Leben angstfrei zu begegnen , mit dem Fluss des Lebens zu sein und die Verbindung zur Mutter. Hier manifestiert sich das Urvertrauen, das zum späteren Selbstvertrauen wird. Haben wir Ängste, Sorgen, Stress, können wir in der Zeit zw. 3-5 Uhr oft nicht mehr gut schlafen. Der Blutdruck steigt durch die Umschaltung des Nervensystems in dieser Zeit und auch Menschen mit einer Herzschwäche wachen hier meistens auf. Es kann zu Atemnot durch Lungenwasser kommen bei Herzkranken und auch der Asthmaanfall findet in dieser Zeit häufig statt. In der Therapie von Lunge, Dickdarm und der Nebennieren spielen Entspannung, Stressabbau, Lachen, Pausen und körperliche Bewegung eine wichtige Rolle. Pikant scharfes Essen und ein gesundes Maß an Bewegung tun der Lunge gut. Eine der vielen bekannten Heilpflanzen für die Lunge ist die Gundelrebe. Sie hilft bei Atemwegserkrankungen, Asthma und Nierenbeschwerden. Auf seelischer Ebene unterstützt sie dabei loszulassen, fördert die Geduld, Gelassenheit, die Erneuerung und Lebensenergie.

Der Dickdarm- Organ des Annehmens und loslassen. Stärkste Aktivität zw. 5-7 Uhr.

Der Dickdarm ist mit seinen 1,5m der letzte Abschnitt des Verdauungstraktes und nicht nur ein Ausscheidungsorgan. Er Resorbiert Wasser und verschiedene Mineralstoffe aus dem Darminhalt. Annehmen ist auch hier das Thema und Loslassen, sich von etwas Trennen, es hergeben. Annehmen in aller Ruhe und Gelassenheit, so möchte der Dickdarm sich beschreiben. Demnach stören ihn Stress. Emotionen sind wie bei der Lunge Trauer und Melancholie. Darm- Lunge- Haut reagieren stark auf Störungen der Innen- Außenbeziehung im Körper, sie sind die Verbindung zwischen Innen und Außen. Sie stehen für Austausch und Können das Wund sein der Seele ausdrücken. Gut für den Dickdarm ist jeden Morgen ein warmes Glas Wasser, ausreichende Bewegung und die Heilpflanze Kapuziner Kresse, die stark Antimykotisch wirkt, also gegen Pilze im Darm. Auch eine darmfreundliche Ernährung, die unsere natürliche Darmflora unterstützt kommt ihm zu gute.

Der Magen- Organ der Lebensfreude und der Gier.  Stärkste Aktivität zw. 7-9 Uhr

Alle Verdauungsorgane sind am Vormittag und frühen Nachmittag am aktivsten und am Abend und der Nacht am wenigsten aktiv. Daher der bekannte Spruch: „Morgens esse wie ein Kaiser, Mittags wie ein König und Abends, wie ein Bettelmann“. Heute ist das oft umgekehrt und daher kein Wunder das viele Menschen unter Verdauungsbeschwerden leiden. Die Verdauung ist abhängig von den Verdauungssäften. Die Magensäure im Magen dient als starkes und natürliches Lösungsmittel, der Abtötung von Bakterien und kann sogar rohes Fleisch auflösen. Ohne den Schutz der Magenschleimhaut würde diese Säure das Gewebe des Magens angreifen. Eine Entzündung im Magen ist immer ein Ungleichgewicht der Zusammensetzung zwischen Aggression und Schutz, auch auf seelischer Ebene. Magen, Milz und Pankreas sind Organe der Mitte, hier wirkt das Vegetative Nervensystem, welches viele unserer Grundfunktionen, unter anderem die Verdauung regelt. Das Sonnengeflecht, der Solar Plexus auch genannt. Daher wirken sich Stress und Anspannung direkt auf diese Organe aus. „Das schlägt mir auf den Magen“. Generell das „Zu viel“, wie Völlerei und Stress , aber auch zu spätes Essen schlagen auf den Magen. Obst und Rohkost am Abend verursachen Fuselalkohole, die auf Dauer die Leber schädigen. Die Emotionen von Magen, Pankreas und Milz sind der Schwermut. Grübelei, an Vergangenem haften und sich immer wieder gedanklich im Kreise drehen, schwächen diese Organe und führen zu Unzufriedenheit und Niedergeschlagenheit. Schwermut hat auch einen schwerfälligen Stoffwechsel zur Folge, kann zur Verstopfung und Gewichtszunahme führen. Stress, unterdrückte Wut und Ärger, zu viel Kaffee, Süßes und Weizenbrot belasten die Schleimhäute des Magens. Der Magenmeridian hat auch eine Verbindung zur Schilddrüse und zum Hormonsystem. Mund und Zähne ebenfalls, so können störende Herde im Mund auch auf den Magen wirken. Viele Menschen leiden auch an Sodbrennen. Die oft verschriebenen Medikamente dagegen sind aber auf Dauer nicht geeignet und bedenklich. Denn es ist in den meisten Fällen nicht ein Zuviel an Säure im Magen, sondern eine Zuwenig. Wenn der zu wenig angesäuerte Speisebrei den Magen verlässt, wird er mit den Säften der Galle und des Pankreas angereichert. Da der Brei aber nicht genug durch die Magensäure aufbereitet wurde, gibt es eine durch die Gallensäure verursachte Rückperistaltik zurück in den Magen. Die Gallensäure landet im Magen, wo sie nicht hin gehört und verursacht das Brennen. Die in Deutschland sehr oft verordneten Medikamente bei Sodbrennen hemmen diese Rückperistaltik, die aber eine sinnvolle Schutzfunktion des Körpers ist und verursachen, dass der unverarbeitete Speisebrei nun in den Darm gelangt und diesen belastet , die Leber und der Stoffwechsel sind dann bald überfordert, was weitere Probleme birgt. Anzusetzen ist stets bei der Magenbesaftung. Bitterstoffe regen die Verdauungssäfte an, wie der Enzian, das 1000 Güldenkraut oder der Wermut. Gut tut dem Magen Geduld und Ruhe beim Essen.

Milz und Bauchspeicheldrüse – Organe des Denkens und der Beziehungen Stärkste Aktivität zw. 9-11 Uhr

Zwischen 9-11 Uhr ist der Körper sehr widerstandsfähig . Operationen sollten in dieser Zeit stattfinden, es besteht eine beschleunigte Wundheilung. Die geistige Lernfähigkeit ist am Höchsten. Milz und Bauchspeicheldrüse repräsentieren die Körpermitte und werden genau wie der Magen über das Solar Plexus Nervengeflecht gesteuert. Hier ist der Sitz des dritten Chakra und auch Sitz der Persönlichkeit. Hier nehmen wir die emotionale Qualität jeder Beziehung wahr und sind immer im Kontakt zu anderen. Über den Solar Plexus bringen wir unsere Gefühle nach außen und gehen in den Kontakt. Für die Entwicklung der individuellen Persönlichkeit ist es auch wichtig sich von der Außenwelt abzugrenzen. Kann der Mensch das nicht, wird er überschwemmt von Eindrücken und ist seelisch schutzlos. Auch Körperlich finden wir das Thema Abgrenzung durch die Milz, unser wichtigstes Immunorgan. Sie reinigt uns von alten Blutkörperchen um neue zu bilden, sie ist für Wandel zuständig. Das Immunsystem unterscheidet das Ich vom Nicht-Ich. Im anderen Extrem finden wir eine völlige Abgrenzung nach Außen, wenn ein inneres Eigenleben geführt wird, jemand eigensinnig ist, sprechen wir auch von einem Spleen (engl. Milz). Bei allen Prozessen die mit Wandel und Beschwerden in diesen Prozessen einhergehen, wie auch in den Wechseljahren, ist immer auch an die Milz zu denken. Die Milz steht für das Mütterliche Prinzip. Man sagt ihr nach, sie sei alleinerziehende Mutter von Vier Kindern (Magen, Pankreas, Dünndarm, Dickdarm). Wir finden hier das mütterliche Prinzip der Erde wieder. Das Wesen von Milz und Pankreas ist es, sich Fremdes zu Eigen zu machen. Diese Organe sind heute extrem strapaziert. Durch zu viel und zu spätes Essen, zu viele Kohlenhydrate und unserer Kopflastigkeit. Wie auch beim Magen, zehren Grübelei und verringerte körperliche Aktivität, an der Energie von Milz und Pankreas. Was Milz und Pankreas gut tut sind Bestätigung, gute Beziehungen und Begegnungen, sowie Lob und Anerkennung. Auch seinem eigenen Weg zu folgen, seiner inneren Bestimmung ist das Thema. Dabei hilft ganz wunderbar das Wesen der Wegwarte. Eine meiner persönlichen Lieblingspflanzen. Sie bringt uns ins Hier und Jetzt, in den Moment des Augenblickes und hilft uns Entscheidungen zu treffen und sich klar auszurichten. Sie begleitet uns auf dem Weg zu uns selbst. Sie steht ja auch gerne am Wegesrand.

Das Herz- Organ der Freude und der Lust, der Liebe ohne Bedingungen. Stärkste Aktivität 11-13 Uhr

Zwischen 11-13 Uhr finden wir im Magen wieder verstärkt Säure, es ist die richtige Zeit für das Mittagessen. Die Konzentration sinkt. Körperliche Belastung, Stress und Operationen sollten vermieden werden. Das Herz ist unser Sonnenorgan, das Zentrum aller Bewegungen und Rhythmen, genau wie die Sonne für die Welt. Seit Jahrhunderten und kulturübergreifend ist das Herz symbolisch der Sitz der Seele und der Emotionen. Hier verbinden sich Geist und Körper. Denn das Herz durchmischt das warme und nährstoffreiche Blut aus der Leber, des Stoffwechsels, und das kühle nährstoffarme Blut vom Kopf. In der westl. Medizin wird das Herz auf seine Leistung reduziert aber Neurowissenschaftler haben entdeckt, dass das Herz ein eigenes Nervensystem hat, das komplexer als das des Gehirns ist. Das Herz ist auch der stärkste Sender für elektromagnetische Wellen, die sich auf unser Umfeld energetisch auswirken. Wir senden über das Herz und wir empfangen die Gefühle, Stimmungen und Einstellungen anderer Menschen. Das Herz ist ein Sinnesorgan. Das elektrische Feld des Herzens ist 100 mal stärker als das des Gehirns und auch das magnetische Feld bis zu 500 Mal stärker. Die Herzintelligenz verbindet die Emotionen mit dem Intellekt. Positive Emotionen verbessern die Herzfrequenz und der Sympathikus (Stress)verringert sich und Herzfrequenz und Stresshormone werden reduziert. Der ganze Körper entspannt sich. Das hat Auswirkungen auf den gesamten Hormonhaushalt. Bei Herzschwäche leiden Menschen unter der Sommerhitze, eine Überhitzung des Herzens, kühle Auflagen auf Puls und Brust helfen. Unsere Zeit ist sehr unrhythmisch und es leiden viele Menschen an Herz.- Kreislauf Erkrankungen. Die Qualität des Herzens wahrzunehmen, als Sinnesorgan und als Rhythmisches Organ ist gerade heute sehr wichtig, besonders um die Erkrankungen des Herzens vorzubeugen. „Sich etwas zu Herzen nehmen. Das Herz springt vor Freude. Hartherzig sein. Das Herz rutscht in die Hose. Halbherzig bei etwas sein, Learning bei heart. (engl. Mit dem Herzen lernen)“, spiegeln uns deutlich die tiefere Bedeutung des Herzens. Die Emotionen des Herzens sind Lust und Freude. Heute jagen viele Menschen aber regelrecht danach, das schwächt das Herz und führt nicht selten zu einer inneren Leere, ohne Ziele und Visionen. Das ausgeglichene Maß an Freude und Lust ist viel gesünder, so sagte auch schon Hildegard von Bingen: Die Seele liebt in allen Dingen das rechte Maß!“ Dann ist der Mensch auch in der Lage auch mal allein zu sein, er ist froh und anderen zugewandt, er kann seine Ideen verwirklichen. „Das Herz auf der Zunge tragen“, spiegelt den Zusammenhang zwischen Zunge , Sprache und Herz wieder. Wenn der Mensch zu viel und zu schnell redet, verliert er an Energie für sein Herz. Was dem Herzen gut tut: Dem Herzen wird der Schweiz zugeordnet und der Geschmack von scharf und bitter. Das erklärt warum in tropischen Ländern gerne scharf gegessen wird, es stärkt Herz und Kreislauf und hilft gegen Überhitzung. Wandern ist wunderbar für das Herz, nicht aber Leistungssport. Die Farbe Rot ist dem Herzmeridian zugeordnet, sowie das Element Feuer. Gold wirkt harmonisierend und rhythmisierend. Rosmarin durchwärmt das Blut und gibt Feuer wo es fehlt. Die roten Früchte des Weißdorn sind Herz unterstützend.

Dünndarm- Organ der Erkenntnis, Gleichheit in der Vielfalt. Stärkste Aktivität 13-15 Uhr

Zwischen 13-15 Uhr ist das Mittagstief. Ruhen oder mäßige Bewegung tun dem Dünndarm besonders gut in dieser Zeit. Der Mittagsschlaf ist eine natürliche Reaktion auf unser biologisches Ruhebedürfnis. In dieser Zeit wird viel Gallensäure produziert, die unter anderem auch für die Regeneration der Leber sehr wichtig ist. Das Blut wird für die Verdauung benötigt. Das Hormonsystem und der Blutdruck sind in dieser Zeit schwach. Im Dünndarm findet mit Hilfe der Verdauungssäfte , der Gallenflüssigkeit aus der Leber und dem Saft der Bauchspeicheldrüse, die Verdauung statt. Hier im Dünndarm sind viele Darmbakterien, sie bilden die sogenannte Darmflora. Sie ist sehr wichtig für unser gesamtes Immunsystem. Eine gute Durchblutung ist ebenfalls sehr wichtig für den Dünndarm, daher ist er auf das Herz angewiesen und auf unserer Organuhr sind diese beiden ein Paar. Im Dünndarm entscheidet sich, was weiter verarbeitet oder ausgeschieden werden soll. Klarheit ist für diesen Prozess sehr wichtig. Der Mut zur Entscheidung zwischen dem JA und dem NEIN. Eine Nein-Schwäche bedeutet alles aufzunehmen, anzunehmen und der Versuch das alles zu verarbeiten. Das überfordert den Dünndarm und auch die Leber, die für die Entgiftung verantwortlich ist. Die Mariendistel hilft der Leber bei Störungen und dabei sich abzugrenzen. Ein klares Nein im Kontakt mit anderen und gleichzeitig ein klares Ja zu sich selbst. Stress und belastende Nahrungsmittel belasten den Darm, beschädigen die Darmschleimhaut und können zahlreiche Störungen und Erkrankungen dadurch verursachen. Eine gute „Psycho Hygiene“, Sich seelisch klären, Stressabbau und eine aktive Darmpflege durch eine geeignete Ernährung sind entscheidend für die Gesundheit und die Psyche. Lavendel ist eine große Seelenpflanze, sie wirkt klärend und beseelend. Sie beruhigt besonders das Sonnengeflecht, das Nervensystem das unsere Verdauung steuert.

Teil 2 der Organuhr folgt in Kürze.

Herzlichstes Tick Tack, Eure Thekla Lorbach

Literatur: Olaf koob: „Wenn die Organe sprechen könnten“

Lothar Ursinus „ Die Organuhr- leicht erklärt“

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